Waldbrandwarnstufen

 

Zum Ermitteln der Waldbrandgefahr gibt es in Deutschland verschiedene Waldbrandgefahrenklassen in denen die aktuelle Stufe angegeben wird. Diese dienen der Vorbeugung von Waldbränden.

 

Nach der internationalen Einteilung gibt es 5 verschiedene Waldbrandwarnstufen, wobei mit steigender Stufe die Gefahr steigt.

Das in der DDR erfundene M-68 Modell wurde aufgrund seiner Zuverlässigkeit vom Deutschen Wetterdienst übernommen. Bei diesem Modell wird die Stufe durch die Eingangsgrößen der Mittagswerte der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchte und der Windgeschwindigkeit sowie der 24-stündigen Niederschlagssumme (bzw. im Frühjahr der morgendlichen Schneehöhe) ermittelt. Diese Werte werden außerdem noch mit dem Vegetationszustand in Verbindung gebracht. Angegeben wird die Gefahrenstufe jedoch nach dem internationalem Standard.

 

 
International Gefährdungsstufe altes M-68-Modell
1 sehr geringe Gefahr 0
2 geringe Gefahr 1
3 mittlere Gefahr 2
4 hohe Gefahr 3
5 sehr hohe Gefahr 4

 

 

Die aktuelle Warnstufe ist bei der örtlichen Feuerwehr sowie auf der Internetpräsenz des Deutschen Wetterdienst zu erfahren.

 

Waldbrandwarnstufe 1:

  • Genehmigte Arbeiten sind mindestens zwei Tage vorher beim zuständigen Revierförster anzumelden.
  • Das Befahren von Waldwegen ist nur zur Durchführung genehmigter Arbeiten, für die Jagd und für Waldbesitzer gestattet.
  • Schweißarbeiten sind nur mit entsprechender Genehmigung und bei Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen gestattet.
  • Sprengarbeiten sind verboten.
  • Das Ausbringen leicht brennbarer oder chlorhaltiger Chemikalien ist verboten.
  • Zum Verbrennen von Schlagabraum und Reisig ist eine Genehmigung einzuholen.

Waldbrandwarnstufe 2:

  • Schlagabraum und Reisig dürfen nicht mehr verbrannt werden, eventuelle Genehmigungen dafür werden automatisch ungültig.

Waldbrandwarnstufe 3:

  • Schweißarbeiten sind generell verboten, Ausnahme: zur Behebung von Betriebsstörungen an Eisenbahnschienen/Bahnkörpern.
  • Besucher des Waldes dürfen öffentliche Straßen und Wege, auch Waldwege, nicht verlassen.
  • Es können Parkplätze und touristische Einrichtungen in den Wäldern gesperrt werden.

Waldbrandwarnstufe 4:

  • Das Betreten des Waldes ist verboten. Es können Ausnahmen zugelassen werden. Generell ausgenommen von dieser Regelung sind Waldbesitzer zur Ausübung angewiesener forstlicher Arbeiten und zur Jagd.
  • Auf Straßen und Parkplätzen in und an Wäldern besteht Parkverbot. Parkplätze sind von den Kommunen entsprechend zu kennzeichnen.

Alle Waldbrandwarnstufen ab Stufe 2 schließen die Maßnahmen der niedrigeren Stufen automatisch mit ein.